Liebster Award – und ein paar Gedanken über „das Leben und den Garten“

Schon lange ist es her, da hat mich Christiane vom Eifgental für den Liebster Award nominiert. Eine ganze Weile habe ich es nicht gemerkt und mich schließlich riesig gefreut. Vor allem dass mein kleiner Blogg nicht nur bei den engsten Verwandten Anklang findet – wundervoll.

Ich werde an dieser Stelle auf eine Nominierung verzichten. Meine Lieblings-Blogs sind schon nominiert (Hannah und Michael von Fahrtrichtung Eden, Oli von Landidylle und du selbst und dein toller Eifgental-Blog wäre auch auf meiner Liste gestanden) oder passen nicht zur Garten-Thematik (dazu unten mehr).

Dann mache ich mich am besten gleich an deine Fragen bevor der angebrochene Feierabend doch wieder so schnell voranschreitet das ich mal wieder zu spät im Bett liege 😉

  1. Wie hast du das Bloggen für dich entdeckt?

Das war eine spontane Idee „Beim Bärlauch-Sammeln im Wald“, kurz nachdem wir uns für den Schrebergarten entschieden hatten. Oft kommen mir, wenn ich in Ruhe draußen unterwegs bin die besten (und verrücktesten) Gedanken. So auch im Frühjahr 2015. Kurz darauf habe ich den Blog eingerichtet und bin seitdem mehr oder weniger regelmäßig mit Freude dabei.

2. Wenn du andere Blogs liest – suchst du dann eher nach solchen, die einen ähnlichen Schwerpunkt haben wie dein eigenes Blog, oder ist dein Reader kunterbunt zusammengemischt?

Mein Reader ist eher klein, aber bunt zusammen gestellt. Neben den drei Gartenblogs, die ich oben schon erwähnt habe, bin ich außerdem sehr gerne bei Laura Gehlhaar und in Emily’s Welt unterwegs. Dazu eine Handvoll andere Blog die ich weniger regelmäßig lese. Vielleicht sind die Geschichten aus Emily’s Leben sogar mein Lieblings-Blog!? Lauras Buch „Kann man da noch was machen?: Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“ muss ich mir demnächst unbedingt noch bestellen und lesen.

Falls ihr also nun hier von euch, als meinen Lieblingsblogs lest, seit auch ihr herzlich eingeladen Christianes Einladung zu folgen, euch ebenfalls ihre Fragen zu schnappen und sie übertragen auf eure Lieblingsthemen zu beantworten – ich finde sie passen gut und ich würde mich über eure Antworten freuen!

3. Wie entscheidest du, welche Einträge du schreibst und wann sie veröffentlicht werden? Gibt es einen festen Plan oder ergibt sich das eher spontan?

Das ist ganz verschieden. Meist habe ich mehr Ideen als Zeit zum Schreiben. Ich sammle Ideen und Fotos in einem Ordner auf dem Desktop meines Laptops. Manche werden nie zu einem Eintrag, manche werden ganz anders in einen Blog-Eintrag verpackt wie ursprünglich geplant, manche Einträge will ich unbedingt schreiben und plane lange daran, andere entstehen spontan, wenn mal etwas Zeit „übrig ist“ so wie heute.

4. Wirst du bzw. würdest du gern für dein Bloggen bezahlt oder zumindest gesponsert? Warum (nicht)?

Nein, bezahlt werden möchte ich nicht. Ich mache das für mich, Verwandte und Freunde. Ich glaub sonst würde ich mich selbst auch zu sehr unter Druck setzten „gut“ und „genug“ zu schreiben. So fein und klein ist es schon besser.

5. Welches Gartenthema liegt dir (aktuell) besonders am Herzen?

Aktuell denke ich vor allem über die Möglichkeiten des Gärtnerns auf der Terrasse nach, darüber werde ich wohl im Laufe der nächsten Saison einiges berichten.

6. Was war in diesem Jahr dein schönstes Gartenerlebnis?

Ich glaube, das sind viele kleine Momente. Wenn ich mitten im Garten einfach mal wieder so richtig runter gekommen bin, Alltagssorgen ausgeblendet habe und einfach nur bei mir und mitten in der Natur war.

Und vielleicht die reifen Physalis.

Abseits des Gartens war die Hochzeit von guten Freunden, mein Masterabschluss und meine paar Tage Jakobsweg-Wandern wohl die Highlights des Jahres 2016.

7. Und was war das Unangenehmste, was dir in diesem Jahr im Garten passiert ist?

Als erstes fällt mir die schrecklich schmeckende Tamarillo ein.

Und der Abschied vom Garten in Olten wegen dem Umzug viel wirklich schwer.

8. Was ist deine heimliche (oder auch nicht heimliche) Ambition für dein Blog bzw. deinen Garten?

Hhmm, die Tatsache dass ich mich sehr über deine Nominierung gefreut habe drückt ja schon ganz gut aus, dass mir doch viel an der Freude anderer an meinen Beiträgen liegt. Außerdem ist es ganz praktisch wenn Eltern und andere Verwandte so immer wieder Bilder aus unserem Garten zu Gesicht bekommen. Da ist ein Blog die praktischste Plattform.

9. Gibt es einen Gartentrend, den du toll findest und gern im eigenen Garten umsetzen würdest (oder sogar schon umgesetzt hast)?

Der nächste Test werden Kartoffeln im Sack. In Zukunft heißt es bei uns erst mal Terrasse statt Garten, da muss man kreativ sein, um trotzdem eigenes Gemüse anzubauen. Da kommt es mir zugute, dass der Garten mitten in der Stadt gerade voll im Trend liegt. Da gibt es schön viel Inspiration.

10. Was fehlt deinem Garten unbedingt noch?

Die passende neue Kamera. Die schlechten Handybilder nerven mich. Da kommen meine Lieblinge im Blog gar nicht gut genug zur Geltung. Aber noch tut das alte Handy seinen Dienst und solange wird es erst mal kein Neues mit besserer Kamera geben. Dann muss jetzt nur noch die alte Digi-Cam wieder aus ihrem Versteck auftauchen.

Und letztlich irgendwann der echte eigene Garten ums eigene Haus. Vielleicht wird der große Traum in ein paar Jahren ja Wirklichkeit. Momentan träume ich gerne von unserer Zukunft auf dem Land. Und dann natürlich auch eine Kräuterspirale. – Aber jetzt erst mal sehen was der erste Job, die neue Region und das neue Jahr 2017 so bringen.

11. Und worauf bist du schon jetzt richtig stolz?

Ich und stolz sein ist so eine Sache. Ich verbinde stolz mit überheblich und angeberisch. Arrogante Menschen „hasse“ ich – vielleicht bin ich deshalb nicht gerne stolz? Ich glaube die letzte Frage ist damit die schwerste für mich

Besonders gerne ich (schon immer) selbstgemachte Sachen z.B. aus dem eigenen Garten. Aber ob ich darauf wirklich stolz bin …? Momentan bin ich recht zufrieden damit, wie ich lebe und mache mir viele Gedanken was ich wie in Zukunft haben will. Damit bin ich recht glücklich und auch das wäre vielleicht ein Grund stolz zu sein. Oder der gute Masterabschluss?

 

Den Rest der Frage lasse ich besser offen, nehme sie mit in die Nacht und vielleicht auch in die nächsten Tage. Fällt es euch tatsächlich leichter stolz zu sein? Oder hat noch jemand Schwierigkeiten mit dieser letzten Frage?

Jetzt geht’s für mich jeden Falls ab ins Bad, nochmal durchlesen, abschicken ohne sich wieder hundert Gedanken zu machen oder den Text wieder tagelang liegen zu lassen und dann schnell ins Bett. Morgen klingelt der Wecker wieder früh. Gute Nacht an alle die heute Abend noch von mir lesen. 🙂

4 Kommentare zu „Liebster Award – und ein paar Gedanken über „das Leben und den Garten““

  1. Das ist ja nett, da liege ich schlaflos im Bett, entschliesse mich irgendwann den Laptop anzumachen und etwas zu schmökern und als erstes lese ich, dass mein Blog zu deinen Lieblings-Blogs gehört! Danke!
    Zu deiner Stolz-Frage möchte ich kurz etwas sagen. Ja, früher hätte ich auch ein Problem gehabt mit dem Begriff. >Ich und stolz? Ich bin doch ein kleines Licht, unzulänglich, viel zu zauderhaft und überhaupt, alles gut und richtig zu machen ist ja wohl das mindeste!<
    Heute bin ich freundlicher mit mir, etwas zumindest. Ich kann schon sehr viel besser anerkennen, was ich gemeistert habe und darauf auch ein klein wenig stolz sein.
    Vielleicht ist das eine passable Definition: die eigene Leistung anerkennen und zufrieden damit zu sein. Klingt doch gleich viel weniger überheblich oder?

    Liebe Grüße, Oli

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  2. Na dann hattest du immerhin was schönes zu schmökern 😉 Schön, dass ich dir so einfach eine Freude machen konnte.

    „die eigene Leistung anerkennen und zufrieden damit zu sein“ und „ein klein wenig stolz sein“ das geht schon besser.
    Beruhigend, dass es nicht nur mir so geht.

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  3. Lustig, als ich die Frage formuliert habe, habe ich dabei gar keine negativen Gedanken gemacht, aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müsste sie beantworten, wäre sie mir auch unangenehm.

    Teils gebe ich dir Recht, dass „stolz sein“ schnell in Richtung „Arroganz“ gehen kann. Leute, die immer darauf hinweisen müssen, was sie alles können/machen/erreicht haben. Schon ein einfaches „das habe ich immer schon gut gekonnt“ geht für mich in Richtung Selbstbeweihräucherung, also gegen die anerzogene Bescheidenheit.

    Aber: Wenn man immer nur bescheiden ist und sich selber bloß vor Augen hält, was man NICHT schafft, ist das auch nicht gesund. Zumal das ja oft ein Gender-Phänomen ist, dass Jungs überhaupt kein Problem damit haben, über ihre Erfolge zu reden (und zwar als persönlichen Erfolg), während Mädchen eher dazu neigen, den Erfolg als Gruppenleistung darzustellen oder nur die Fehler sehen, die sie dabeigemacht haben. Das ist wiederum etwas, was mich persönlich ärgert, und da ich die Männer nicht zur Bescheidenheit zwingen kann, versuche ich eben, gelegentlich auch einfach mal ein bisschen stolz zu sein. 😉 In dem Sinne bin ich dann doch wieder froh, dass ich die Frage gestellt habe.

    „Stolz sein“ heißt ja nicht zwingend, dass man sich für die Größte hält und allen auf die Nase bindet, wie toll man ist. Aber sich selbst gegenüber anerkennen, dass man durchaus auch mal was erreicht hat, und zwar ganz konkret durch eigene Leistung, nicht durch mildtätiges Schicksal, göttliche Vorsehung, Glück, gute Freunde oder Gene, sondern weil man sich Mühe gegeben und nicht aufgegeben hat. Deshalb: Ja, ich finde,du kannst stolz sein auf den guten Masterabschluss und Selbstgemachtes aus dem Garten und einen Lebensstil, der dich zufrieden macht!

    Soo, genug gepredigt. Danke für die schönen Antworten, es ist ja so schön, wenn man sich in fremden Gedanken so gut wiederfindet. Die verlinkten Blogs werde ich mir auch gleich mal anschauen, kann mir gut vorstellen, dass mir die auch gefallen werden! Ich bin schon sehr gespannt auf deine Erfahrungen beim Terrassen-Gärtnern und wünsch dir ein wunderbares neues Jahr!

    Christiane

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    1. Unangenehm war mir dir Frage eigetlich nicht, sie hat mich eher zum Nachdenken gebracht.
      Deinen Gedanken warum man „trotzdem“ stolz sein sollte, kann ich nur zustimmen! Gerade als Frau sollte man wohl öfter stolz seine eigenen Leistungen präsentieren. Leicht fällt es mir dennoch nicht.
      – Ich glaube es hat sich gelohnt den Rest der Frage offen zu lassen und hat nicht nur mich zum Nachdenken gebracht 😉

      Liebe Grüße
      Veronika

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